Eine Projektwoche über das, was uns verbindet

Was bedeutet Heimat eigentlich? Ist es ein Ort, ein Geruch, eine Person, ein Gefühl? Genau dieser Frage sind Jugendliche der Schickhardt-Gemeinschaftsschule Stuttgart in einer einwöchigen Projektwoche nachgegangen und haben ihre ganz eigenen Antworten gefunden. Herausgekommen ist mehr als nur eine Kunstausstellung: ein Dialog zwischen jungen Menschen, zwischen persönlicher Erinnerung und künstlerischem Ausdruck.

Tag 1: Der Einstieg ins Thema

Die Woche begann mit einer einfachen, aber großen Frage: Was bedeutet Heimat für dich? Bei der Postergestaltung hielten die Jugendlichen fest, welche Orte, Gegenstände, Erlebnisse und Menschen sie mit Heimat verbinden. Anschließend ging es raus auf den Marienplatz, um Passant*innen genau das zu fragen und um zu hören, wann diese ihre eigene Heimat schon einmal vermisst haben. Ein erster Perspektivwechsel, der zeigte: Heimat bedeutet für jede und jeden etwas anderes.

Zum Abschluss des ersten Tages gab es eine Führung durchs Städtische Lapidarium Stuttgart mit Katja vom Stadtpalais – dem Ort, an dem die Ausstellung eine Woche später eröffnet werden sollte.

Tag 2 und 3: Die Kunstwerke entstehen

Ab Tag zwei übernahm Künstlerin Justyna Koeke die künstlerische Begleitung der Gruppe. Mit vielfältigem Material und einem gemeinsam entwickelten groben Konzept für die Ausstellung ging es direkt in die praktische Arbeit. Mit großer Konzentration und Kreativität setzten die Jugendlichen ihre Gedanken zum Thema Heimat in eigene Werke um.

Im Lauf der folgenden Tage entstand eine bemerkenswert vielfältige Sammlung: individuelle Heimatfahnen, Bilder und Skulpturen zu persönlichen Erinnerungen, die die Jugendlichen mit ihrer Heimat verbinden. Jedes Stück erzählt seine eigene kleine Geschichte – mal bunt und verspielt, mal leise und nachdenklich, aber immer sehr persönlich.

Tag 4: Der Ausstellungsaufbau

Am vorletzten Tag der Projektwoche zogen die Werke um: ins Städtische Lapidarium Stuttgart. Gemeinsam mit den Jugendlichen wurden alle Kunstwerke und Materialien dorthin gebracht, um die Anordnung der Ausstellung vor Ort auszuprobieren. An diesem besonderen Ort entfalteten die Arbeiten noch einmal eine ganz eigene Wirkung.

Tag 5: Die Vernissage

Den Abschluss bildete die Vernissage im Städtischen Lapidarium Stuttgart. Bei Drinks und Snacks konnten Familie, Freunde und interessierte Besucher die Ausstellung besichtigen und mit den jungen Künstlerinnen über ihre Werke und ihr Verständnis von Heimat ins Gespräch kommen. Das war ein toller Abschluss einer sehr kreativen Woche.

EINBLICKE

Über das Projekt

„Heimat im Dialog – Junge Perspektiven“ ist eine Kooperation der Stell dir vor! gGmbH mit ihrer Initiative Kids Revolution, Künstlerin Justyna Koeke und dem Stadtpalais Stuttgart. Das Projekt ist Teil der Initiative Kulturkessel, gefördert vom Kulturkreis der deutschen Wirtschaft und ermöglicht durch Mercedes-Benz.

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Schülerinnen der Schickhardt Gemeinschaftsschule Stuttgart für ihre Offenheit und Kreativität und bei allen Partnern und Förderern.