Was passiert, wenn man Suchtprävention nicht für Jugendliche macht, sondern mit ihnen? Genau dieser Frage geht unsere AG „High on Life“ seit diesem Schuljahr nach. Gemeinsam mit Schüler*innen der Schickhardt-Gemeinschaftsschule, jede Woche im Jugendhaus Heslach. Gefördert wird das Projekt von der Baden-Württemberg Stiftung im Rahmen der partizipativen Suchtprävention im Jugendalter. Ein Rückblick auf ein Schulhalbjahr….
Bevor es an Konzepte oder Lösungen ging, wollten wir wissen: Was beschäftigt Jugendliche eigentlich wirklich, wenn es um Sucht geht? Also sind die Schüler*innen selbst losgezogen und haben im Stuttgarter Süden Interviews mit Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Perspektive geführt. Die Gespräche brachten zusätzlich zu dem eigenen Wissen vielfältige Geschichten und Sichtweisen ans Licht.
Aus all den Eindrücken der ersten Wochen kristallisierte sich für die AG eine Challenge heraus, die ihnen besonders dringlich erschien: Wie können wir Jugendliche übers Rauchen aufklären und sie davor schützen?
Nach einer ersten Runde Ideensammlung wurden die Ansätze in den folgenden Wochen immer wieder aufgegriffen, ergänzt, vertieft und verdichtet. Aus dem kreativen Durcheinander der ersten Ideen sind so nach und nach konkrete, wirkungsvolle und vor allem umsetzbare Konzepte entstanden: Ideen, die von den Jugendlichen selbst kommen und für ihre Peers gedacht sind. Der Prozess blieb dabei durchgehend partizipativ, offen und manchmal auch überraschend: Nicht jede Idee, die vielversprechend startete, hat es bis ans Ende geschafft, dafür sind andere umso stärker gereift.
Vom Konzept zum Prototyp
Mit einer geschärften Idee zur Suchtprävention mit Schwerpunkt Rauchen ging es dann ans Prototyping. Die Schüler*innen begannen, erste Videos für ihr eigenes Workshopkonzept zu drehen. Hierfür umfunktionierten sie den Chemieraum zum Filmstudio:-).
Zum Abschluss des Schuljahres stellten die Schüler*innen ihre Ideen und Prototypen dem Konrektor und der Schulsozialarbeit vor. Das Konzept kam sehr gut an. Insbesondere überzeugte, dass die Gruppe bewusst die Aufklärung und den Schutz vor Rauchen und Vapen als Schwerpunkt für die jüngeren Klassenstufen gesetzt hat.
Die Rückmeldungen aus dieser Präsentation fließen nun direkt in die weiteren Umsetzungsschritte im neuen Schuljahr ein. Aus einer AG voller offener Fragen ist damit über die Monate ein Projekt geworden, das echte Wirkung entfalten kann, entwickelt von denen, die es am besten wissen müssen: den Jugendlichen selbst.
Wir freuen uns auf alles, was noch kommt und darauf, weiter zu berichten, wie „High on Life“ an der Schickhardt-GMS Fahrt aufnimmt.
„High on Life“ ist ein Projekt von Kids Revolution, gefördert von der Baden-Württemberg Stiftung im Programm „Partizipative Suchtprävention im Jugendalter“ und findet als AG mit Schüler*innen der Schickhardt-Gemeinschaftsschule im Jugendhaus Heslach statt.
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